In Zukunft Laupen
In Zukunft Laupen
In Zukunft Laupen
In Zukunft Laupen
In Zukunft Laupen
In Zukunft Laupen
 
 
In Zukunft Laupen
1
In Zukunft Laupen
2
In Zukunft Laupen
3

Chlorothalonil und Pestizide im Trinkwasser; Untersuchungsbericht Trinkwasser

09.07.2020

Chlorothalonil ist ein Wirkstoff, der in Pflanzenschutzmitteln seit den 1970er Jahren gegen Pilzbefall als sogenanntes Fungizid zugelassen ist. Er wird im Getreide-, Gemüse-, Wein- und Zierpflanzenbau eingesetzt.

Im Rahmen des Programms zur Überprüfung von alten Pflanzenschutzmitteln stufte das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) im Jahr 2019 Chlorothalonil neu als wahrscheinlich krebserregend ein. 

Gemäss dem europäischen Leitfaden, der auch in der Schweiz angewendet wird, gelten aufgrund dieser Beurteilung auch alle Abbauprodukte von Chlorothalonil als "relevant", weil auch bei ihnen nicht ausgeschlossen werden kann, dass sie krebserregend sind. Da in der Schweiz und in der EU Trinkwasser möglichst unbelastet sein soll, sind die Pflanzenschutzmittelrückstände und deren relevanten Abbauprodukte sehr streng geregelt. So gilt für diese Stoffe einzeln jeweils ein Höchstwert von 0.1 Mikrogramm pro Liter. Diese Limite ist ein vorsorglicher Wert, er ist nicht toxikologisch oder gesundheitlich definiert. Eine Überschreitung zeigt an, dass das Grundwasser besser geschützt werden muss.

Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) hat aufgrund dieser Erkenntnisse den Einsatz des Pflanzenschutzmittels Chlorothalonil mit Wirkung auf den 1. Januar 2020 generell verboten. 

Einzelne Abbauprodukte von Chlorothalonil werden jedoch noch lange im Grund- und Quellwasser sowie teilweise im Trinkwasser feststellbar sein.
Die Situation der Trinkwasserfassungen in der Gemeinde Laupen bezüglich Chlorothalonil-Abbauprodukte ist in folgender Tabelle dargestellt (gemäss den letzten Messungen: 

Verteilnetz Laupen, Reservoir Laupen, nach UV-Anlage   

 DatumChlorothalonil-Abbauprodukt Wert in Mikrogramm pro LiterHöchstwert von 0.1 Mikrogramm pro Liter überschritten  
08.06.2020Chlorothalonil SYN507900Nicht nachweisbarNein
08.06.2020Chlorothalonil SYN548580Nicht nachweisbarNein
08.06.2020Chlorothalonil SYN548581                               0.024Nein
08.06.2020Chlorothalonil R4178880.181Ja
08.06.2020Chlorothalonil R418503                      Nicht nachweisbarNein
08.06.2020Chlorothalonil R4718110.731Ja
08.06.2020Chlorothalonil R611965Nicht nachweisbarNein
08.06.2020
Chlorothalonil R611968Nicht nachweisbar Nein

Fazit: Die Messwerte sind geringfügig überschritten. Die Wasserversorgung Laupen wird die Grenzwerte weiterhin regelmässig untersuchen und bekanntmachen. 

Das BLV hat die Kantone mit Schreiben vom 30. Januar 2020 unter anderem wie folgt informiert:

"Eine unmittelbare Gesundheitsgefährdung aufgrund von Chlorothalonil-Metaboliten besteht nicht. Konsumentinnen und Konsumenten können das Trinkwasser weiterhin konsumieren."

Der Kanton Bern hat die Wasserversorgungen mit Schreiben vom 5. Februar 2020 über die Problematik, und wie damit umzugehen ist, informiert. Die Wasserversorgung handelt entsprechend diesen Vorgaben. Das Trinkwasser in der Gemeinde Laupen kann daher bedenkenlos konsumiert werden.

Gemeinderat Laupen

Hinweis zur Verwendung von Cookies. Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie in unseren Datenschutzinformationen.